Schon weil wir uns darauf eingestellt hatten, in Matlock Bath und am Chatsworth House auf ungebändigte Touristenströme zu stoßen, waren wir mit den tatsächlichen Verhältnissen dort mehr als zufrieden. Vielleicht lag es auch an der eher unmenschlichen Uhrzeit, zu der wir in dem noch halb verschlafenen Dörfchen/Städtchen aufkreuzten, auf der Suche nach einem ordentlichen British Breakfast. Wir entschieden uns für's "Charles", gleichzeitig ein kleines Hotel. Das Frühstück war leider nicht das beste; sie hatten keine vegetarische Option (im Sinne von veg. sausages and bacon), und statt gegrillten Tomaten gab's Dosentomaten. Außerdem scheinen die Briten wirklich wenig Ahnung von Kaffee zu haben bzw. in der Kaffeefrage ebenso pingelig zu sein wie bei ihrer Kleidung, dem Hausbau, usw., also gar nicht. Matlock Bath besteht aus einer Hauptstraße mit allerlei touristischen Konsummöglichkeiten und vielen steilen Gassen, die sich in die Hügel/Berge (für Norddeutsche) einwinden. Wunderschön! Und guter Sport. Das Dorf liegt entlang des Flusses Derwent, und auf dessen anderer Seite finden sich wunderschöne Spazierwege, einer von ihnen der "Lover's Walk" inklusive Kaninchen, abenteuerlichen Abhängen, Wasserfällen und weitem Blick über Felder voll Blumen und Schafe. Wunderbar entspannend und erfrischend nach Wochen in schmutziggrauen Städten.
Folgt man den noch matschigen Wegen mutig weiter, gelangt man an das Willersley Castle (Hotel). Wunderschön und richtig alt und plüschig; drinnen tranken wir einen (ziemlich guten) Cappucino (es gab Sojamilch!) und aßen die fettesten scones die ich je erblicken durfte. Übrigens faszinerend unkommerz, das ganze; sehr vernünftige Preise und kein Junkfood oder sugary drinks. Leider waren alle Zimmer schon ausgebucht, sodass wir keine weiteren Einblicke ins Schlossleben gewinnen konnten...
Nach all der schönen Natur war das Chatsworth House, etwas 15km entfernt, recht unspäktakular. Gut aussehen tut es und all die Schafe und Lämmlein, die man auf den Anfahrtsstraßen zum imposanten Chatsworth House fast überfährt, sind ja wirklich niedlich. Der Streichelzoo macht aber leider schon um 16.30Uhr zu, und wir waren bis eben dann im Konsumbereich des Hauses gefangen (die aber keine Filme verkaufen, sodass ich leider keine Photos mehr machen konnte -- die Wanderung um Matlock Bath hatte meinen einzigen Film gefüllt. Stattdessen gibt es Einmalkameras und Speicherkarten, was zur Hölle? Das ist mir alles zu future.) Da der Eintritt in den verdammten Garden einfach mal 16Pfund pro Person kosten sollte, fuhren wir schmollend weiter ins nächstgrößere Städtchen, Bakewell. Hier gönnten wir uns das nächstbeste (wohl einzige) Hotel, das Rutland Arms. Huiuiui. Erinnerte eher an osteuropäische Hostels...Totgequetschte Insekten u.a. unfedinierbare matschige Dinge an den Wänden, verschimmelte Duschen usw., man kennt es ja, die Briten und ihre Behausungen...Dafür war das inbegriffene Frühstück exzellent! Britisch und continental breakfast, frischer Obstsalat, einigermaßen guter Kaffe.
Bakewell ist ein süßer Ort, again, trotz Touristen noch charmant. Zu den Postkarten "Bakewell 1923" ließ sich kein nennensweter Unterschied feststellen. Zu empfehlen ist die Pizzeria Ricci's (Adressangabe unnötig, findet sich auch so!) Richtig gute richtig leckere Pizza. Wein ist selbst mitzubringen, da der Laden keien Schanklizenz hat. Umso besser!
Der Wanderweg durchs Dorf hinauf zu den Feldern ist übrigens nur für schlanke Menschen gemacht, es sei denn man kann gut klettern; die Tore auf dem Weg sind keine 30cm breit.
Sonntag, 13. Mai 2012
Sonntag, 18. April 2010
Reizüberflutung
Donnerstag, 15. April 2010
Hafenrundfahrt
Warum viel Geld für eine ungemütliche Fahrt auf einer schaukelnden eiskalten ungemütlichen Barkasse ausgeben, wenn man auch einfach (mit seiner HVV-Jahreskarte) gratis auf´s falsche Schiff steigen kann und dadurch mit einer angenehmen, ruhigen, windig-frischen Hafenrundfahrt bei Sonnenuntergang ganz ohne nervige, viel zu laute, scheppernde Touri-Ansagen überrascht wird, die durch die verwinkelsten Seitenarme zwischen schedderigen Industrierelikten führt?





Nicht vergessen: Bier!





Nicht vergessen: Bier!
Freitag, 9. April 2010
Endlich wieder
Donnerstag, 8. April 2010
POPLIFE

Nachdem mir dieses Googlegedöns einen angeblich bereits vorhandenen Blog unterjubeln wollte und ich mich deswegen an die Google-Passworthilfe wenden musste, die mir einen Link schickte, von dem aus ich fünfundvierzig Weitere klicken musste, bis schließlich die Meldung kam, irgendetwas wäre da komisch und ich sollte mir seltsame Zahlencodes merken falls das Problem nochmals auftauche, kehrte ich einfach auf den Blog einer Freundin zurück und schwupps, war ich da und angemeldet und alles schön toll. Ich hoffe nur, ich muss diese Hintertür nun nicht ständig benutzen.
Ich hasse Blogeinträge. Und die ersten eines neuen Blogs sind die allerschlimmsten. Außerdem ist es 3 Uhr morgens und ich habe gerade eine äußerst brutale LOST Episode gesehen,
also hör ich auf zu tippen und lasse Photos sprechen, wie es auch angedacht war. Sofern das hier alles mit der modernen Technik von heute klappt.
Popart ist nämlich manchmal ganz schön schön, manchmal ganz schön kitschig, meistens recht hässlich und sowieso verstörend. (Und Keith Harings macht mich aggressiv!!)




Die POPLIFE Ausstellung in der Galerie der Gegenwart in Hamburg läuft noch bis zum 9.Mai.
Zugegebenermaßen hat mich Pop Art nie wirklich interessiert, da ich, wie eingehends erwähnt, Harings und auch Warhols Kunst gegenüber relativ abgeneigt bin. Oder war. (Es gibt nämlich auch noch schlimmeres.)
Aber der Besuch hat sich wirklich gelohnt und war durchaus inspirierend, vor allem was die mögliche Innenausstattung meines nächsten Wohnraumes angeht...
Die Vielfalt an Ausdrucksformen, Ideen, Materialien und Provokationen macht richtig gute Laune.
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